Ich liebe Weihnachten. Wirklich. Die Lichter, den Duft nach Zimt, Weihnachtsmusik, Kerzen, Punsch und dieses gemütliche Gefühl, wenn es draußen kalt und drinnen schön warm ist. 🎄 Und trotzdem schafft es der Weihnachtsstress jedes Jahr irgendwie, sich dazwischenzumogeln.
Und jedes Jahr denke ich mir: Dieses Jahr mache ich es ganz entspannt.
Machen wir das nicht alle immer wieder so ?
Irgendwann zwischen Anfang Dezember und dem 23. fehlt plötzlich noch ein Geschenk, für irgendein Rezept genau die eine Zutat, die natürlich ausverkauft ist, die Wohnung könnte auch noch ein bisschen weihnachtlicher aussehen und Kekse wollte ich eigentlich auch noch backen.
Dazwischen kommen Weihnachtsfeiern, Familienessen und Nachrichten wie: „Wann sehen wir uns eigentlich noch vor Weihnachten?“
Und irgendwann denke ich mir: Oh mein Gott. War das nicht eigentlich die besinnliche Zeit? 😂
Falls dir das bekannt vorkommt: Willkommen im Club.
Dabei muss Weihnachten gar nicht perfekt sein, damit es schön wird. Vielleicht müssen wir nicht noch besser organisieren, noch früher anfangen und noch längere To-do-Listen schreiben. Vielleicht dürfen wir einfach ein paar Dinge weglassen.

Genau darum geht es hier: 12 einfache Tipps gegen Weihnachtsstress, die dir helfen können, entspannter durch die Weihnachtszeit zu kommen und den Advent auch tatsächlich wieder ein bisschen zu genießen.
Warum der Weihnachtsstress plötzlich so groß wird
Eigentlich ist Weihnachten ja nicht das Problem. Das Problem ist eher alles, was wir glauben, rund um Weihnachten noch erledigen zu müssen.
Geschenke besorgen, dekorieren, einkaufen, kochen, Termine koordinieren, Weihnachtsfeiern, Familie und Freunde unter einen Hut bekommen, Karten schreiben, Kekse backen und nebenbei bitte noch entspannt und gut gelaunt aussehen. 😄
Gerade wir Frauen übernehmen dabei oft ganz automatisch einen großen Teil der Organisation. Wir denken nicht nur daran, was gemacht werden muss, sondern auch wann, für wen und wie. Dieser ganze Mental Load läuft neben dem normalen Alltag einfach weiter.
Bevor du also versuchst, Weihnachten noch besser zu organisieren, stell dir lieber eine andere Frage:
Was davon muss ich eigentlich wirklich machen?
1. Weihnachtsstress vermeiden: Streiche das perfekte Weihnachten
Das perfekte Weihnachten existiert vermutlich irgendwo zwischen einem Weihnachtsfilm und Pinterest. Im echten Leben sieht es meistens ein bisschen anders aus. 😄
Vielleicht sind die Kekse gekauft. Vielleicht wird das Essen bestellt. Vielleicht bleibt irgendeine Dekoration dieses Jahr einfach im Keller.
Und weißt du was? Weihnachten findet trotzdem statt.
Du musst nicht alles selbst machen, nur weil du es immer so gemacht hast. Gut genug kann gerade zu Weihnachten wunderbar sein.
2. Schreib eine Weihnachts-NICHT-To-do-Liste
To-do-Listen haben wir im Dezember meistens genug.
Probier dieses Jahr einmal das Gegenteil und schreib dir fünf Dinge auf, die du nicht machen wirst.
Keine selbst gebackenen fünf Kekssorten? Keine Weihnachtskarten? Nicht zu jeder Einladung gehen? Kein perfekt dekoriertes Zuhause?
So eine Nicht-To-do-Liste kann erstaunlich befreiend sein.
3. Du bist nicht die Weihnachts-Eventmanagerin
Nur weil du weißt, wo die Servietten liegen, bedeutet das nicht, dass du automatisch für Weihnachten zuständig bist. 😉
Verteile nicht nur kleine Aufgaben, sondern auch Verantwortung.
Jemand anderes kann sich um Getränke kümmern. Oder um das Dessert. Oder Geschenke besorgen. Oder den Tisch decken.
Du musst nicht diejenige sein, die alles im Kopf behält und anschließend verteilt.

4. Sag öfter Nein – ohne Roman
Der Dezember ist oft schon voll, bevor er überhaupt angefangen hat.
Weihnachtsfeier hier, Punsch dort, Essen mit Freunden, Familie besuchen und natürlich sollten wir uns „unbedingt noch vor Weihnachten“ sehen.
Nein sagen darf auch kurz sein.
„Das geht sich bei mir vor Weihnachten nicht mehr aus. Lass uns das im Jänner machen.“
Fertig.
Keine dreiseitige Begründung notwendig. 😄
5. Plane zuerst deine schönen Momente
Wir tragen Termine, Einkäufe und Verpflichtungen in den Kalender ein. Aber die Dinge, auf die wir uns eigentlich freuen, sollen irgendwie dazwischenpassen.
Dreh es einmal um.
Plane zuerst einen Weihnachtsmarktbesuch, einen Spaziergang, einen gemütlichen Filmabend, ein Bad, Kaffee mit einer Freundin oder einfach einen Abend ohne irgendeinen Plan.

Und ganz wichtig:
Nichts vorhaben ist auch ein Termin.
6. Warte mit deinen gesunden Gewohnheiten nicht bis Jänner
Im Dezember entsteht schnell dieses Gefühl: Jetzt ist sowieso alles egal und im Jänner starten wir wieder gesund durch.
Musst du gar nicht.
Behalte einfach ein paar Dinge bei, die dir guttun. Ein Spaziergang. Genug trinken. Eine halbwegs normale Mahlzeit zwischendurch. Ein bisschen Bewegung.
Du brauchst im Dezember kein neues Gesundheitsprogramm.
Und du musst auch nicht beim Keksteller traurig an einer Karotte knabbern. 😂
Es geht um Balance. Genießen statt verzichten.
7. Hör auf, Weihnachten für alle retten zu wollen
Nicht jeder wird an Weihnachten rund um die Uhr glücklich sein.
Vielleicht ist jemand gestresst. Vielleicht ist jemand schlecht gelaunt. Vielleicht gefällt jemandem das Essen nicht oder irgendeine Tradition fehlt plötzlich.
Das bedeutet nicht automatisch, dass du etwas falsch gemacht hast.
Die Stimmung aller anderen Menschen ist nicht deine Aufgabe.
Das kann man sich ruhig öfter sagen.
8. Mach es einfacher – nicht beeindruckender
Fünf Gänge, selbst gemachte Tischdekoration, perfekt verpackte Geschenke und ein Dessert, das auf Pinterest fantastisch ausgesehen hat?
Wenn dir das Spaß macht: wunderbar.
Wenn nicht: Mach es einfacher.
Vielleicht gibt es Raclette. Vielleicht wird etwas bestellt. Vielleicht kommen die Geschenke in einfache Sackerl.
Die Menschen, die dich mögen, kommen ziemlich sicher trotzdem. 😄
9. Nimm dir jeden Tag 15 Minuten Weihnachten
Nicht organisieren. Nicht einkaufen. Nicht planen.
Einfach Weihnachten.
Kerze anzünden. Handy weglegen. Weihnachtsmusik hören. Tee oder Kaffee machen. Einen Keks essen. Die Lichter anschauen.
15 Minuten reichen schon.
Denn manchmal verbringen wir so viel Zeit damit, Weihnachten vorzubereiten, dass wir vergessen, Weihnachten tatsächlich zu genießen.
10. Frag dich: Woran möchte ich mich später erinnern?
Wahrscheinlich nicht daran, ob die Servietten perfekt zur Tischdecke gepasst haben.
Vielleicht erinnerst du dich an ein Gespräch. An einen Lachanfall. An einen Spaziergang. An Musik. An einen richtig guten Keks. Oder daran, dass ihr irgendwann einfach nur herumgesessen seid.
Diese Frage hilft erstaunlich gut dabei, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden:
Woran möchte ich mich von diesem Weihnachten erinnern?
11. Jeden Tag eine Sache
Wenn im Kopf gleichzeitig Geschenke, Essen, Termine, Dekoration und Einkäufe herumschwirren, fühlt sich alles sofort riesig an.
Mach deshalb nicht alles gleichzeitig.
Heute bestellst du die Geschenke.
Morgen kümmerst du dich um die Getränke.
Übermorgen planst du das Essen.
Eine Sache nach der anderen.
Das Leben wird dadurch vielleicht nicht perfekt organisiert, aber dein Kopf ein gutes Stück ruhiger.
12. Jeden Tag ein kleines Stück Advent nur für dich
Der Advent hat 24 Tage.
Das sind 24 kleine Möglichkeiten, etwas zu tun, das dir guttut.
Ein Spaziergang. Eine Kerze anzünden. Lieblingsmusik hören. In Ruhe Kaffee trinken. Das Handy ausschalten. Einen Weihnachtsfilm schauen. Früher ins Bett gehen. Eine Einladung absagen.
Oder einfach einmal gar nichts tun.
Es muss nichts Großes sein. Im Gegenteil.
Vielleicht brauchen wir gerade im Dezember nicht noch mehr besondere Erlebnisse, sondern mehr kleine Pausen dazwischen.
Meine kleine Weihnachts-Nicht-To-do-Liste
Vielleicht möchtest du dir für dieses Jahr ein paar Dinge davon mitnehmen:
- Ich muss nicht überall dabei sein.
- Ich muss nicht alles selbst machen.
- Ich muss nicht dafür sorgen, dass alle glücklich sind.
- Ich brauche weder die perfekte Dekoration noch das perfekte Weihnachtsessen.
- Ich werfe meine gesunden Gewohnheiten nicht komplett über Bord.
- Ich muss mich nicht rechtfertigen, wenn ich Zeit für mich brauche.
- Ich muss nicht jedes Wochenende mit Terminen vollpacken.
- Und ich muss Weihnachten nicht so feiern, wie andere glauben, dass man Weihnachten feiern sollte.
24 Tage Advent – 24 kleine Möglichkeiten für weniger Stress
Vielleicht brauchen wir neben dem Adventkalender mit Schokolade noch einen zweiten. 😄
Einen, der uns jeden Tag daran erinnert, Weihnachten nicht nur vorzubereiten, sondern auch zu genießen.
Heute sagst du einmal Nein.
Morgen streichst du etwas von deiner To-do-Liste.
Am nächsten Tag legst du das Handy für 15 Minuten weg.
Dann gehst du spazieren. Gehst früher schlafen. Gibst eine Aufgabe ab. Trinkst deinen Kaffee tatsächlich einmal warm.
Und an einem Tag machst du vielleicht einfach: nichts.
24 Tage. 24 kleine Anti-Stress-Momente.
Nicht, um auch daraus wieder eine Challenge zu machen. Sondern als kleine Erinnerung daran, dass du in dieser ganzen Weihnachtszeit auch noch vorkommst. 🩷
Weihnachten darf einfach schön sein
Vielleicht brauchen wir für entspannte Weihnachten gar nicht mehr Planung.
Vielleicht brauchen wir einfach ein bisschen weniger.
Weniger Perfektion.
Weniger Müssen.
Weniger schlechtes Gewissen.
Und dafür mehr von dem, worum es eigentlich geht: Menschen, die wir gernhaben. Gutes Essen. Wärme. Lachen. Ruhe. Und zwischendurch auch einmal gar nichts.
Du musst dieses Weihnachten nicht perfekt machen. Du darfst es genießen.
Und falls die Kekse gekauft sind, das Geschenkpapier schief ist und irgendwann jemand sagt: „Früher haben wir das aber anders gemacht“ …
Frohe Weihnachten. 🎄😄